Norwegen
Von der Südspitze bis zum Nordkapp
Kurz gesagt: Die Reise von Lindesnes, dem südlichsten Punkt Norwegens, bis zum Nordkapp, dem nördlichsten Punkt, ist eine legendäre Tour von über 2.500 bis 3.000 Kilometern. Die Tour führt durch die gesamte Vielfalt norwegischer Landschaften von Fjorden über Hochgebirge bis zur arktischen Küste. Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast: Im Süden das stürmische Lindesnes Fyr, im Norden das majestätische Nordkapp-Plateau mit Mitternachtssonne oder Polarnacht
Die Strecke führt durch Südnorwegen mit seinen Küstenrouten, weiter über die Fjorde und das Fjell bis in die arktische Finnmark.
Die erste Etappe unserer Tour führt uns nach Rostock von wo auch wir mit der Fähre nach Gedser in Dänemark übersetzen. Von dort aus geht es weiter über die Öresundbrücke nach Schweden. Hier entlang der Westküste wo wir auf der Svinesundbrücke die Grenze zu Norwegen passieren. Endlich in Norwegen angekommen machen wir zuerst einen Abstecher nach Hamar und Lillehammer an die Stätten der olympischen Winterspiele 1994
Nach Lindesnes ("Südkapp")
Wir haben in Lillehammer erstmal eine Kehrtwende gemacht und sind Richtung Süden zum südlichsten Punkt Norwegens aufgebrochen
Lindesnes ist der südlichste Punkt Norwegens und bekannt für seinen historischen Leuchtturm „Lindesnes Fyr“. Es gilt als das „Südkap“ des Landes und ist ein beliebtes Reiseziel für Natur- und Küstenliebhabe
Geografische Lage: Lindesnes liegt in der Provinz Agder und markiert den südlichsten Punkt des norwegischen Festland
Lindesnes Fyr (Leuchtturm):
Erbaut 1656, der älteste Leuchtturm Norwegens. Heute ein nationales Leuchtfeuermuseum. Reichweite des Lichtes: 14–18 Seemeilen
Auf zum Preikestolen
Preikestolen (auf Deutsch „Predigtstuhl“ oder „Kanzel“) ist eine weltberühmte Felskanzel in Norwegen, die 604 Meter senkrecht über dem Lysefjord aufragt. Sie zählt zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten des Landes. Plateaugröße: ca. 25 × 25 Meter, fast eben
Entstehung: Durch Gletscherbewegungen vor über 10.000 Jahren geformt
Wanderung zum Preikestolen: Startpunkt: Berghütte Preikestolen Fjellstue. Strecke: Rundwanderung von ca. 8 km Dauer: 4–5 Stunden (Hin- und Rückweg)
Die Wanderung zu Preikestolen wird in den meisten Führern etwas optimistisch beschrieben. Für uns war das teilweise eine Kraxlerei über meterhohe Felsbrocken . Vielleicht hätten wir vorher wissen sollen dass der Weg von nepalesischen Sherpas gebaut wurde, mit diesem Wissen relativiert sich das dann doch
Über Bergen nach Runde
Wir sind gesund zurück vom Preikestolen und verlassen die Region. Über Stavanger fahren wir weiter nach Bergen. In Bergen soll es Jahre geben in denen es an 300 Tagen regnet. Wir hatten zumindest 2 dieser Regentage erwischt. entsprechend kurz war unser Besuch der sich meist auf dem Fischmarkt abspielte.
Bergen ist eine Stadt, die Geschichte und Moderne verbindet – perfekt wenn man Naturfotografie liebt und gleichzeitig kulturelle Eindrücke sammeln möchte. Besonders die bunten Häuser von Bryggen und die Aussicht vom Fløyen bieten fantastische Motive.
Runde (Knut der Besitzer vom Campingplatz hat uns begrüßt mit den Worten "wir hatten einen schönen Sommer, die Papageitaucher sind diese Jahr 4 Wochen früher wieder weg gezogen und, jetzt kommt ein Sturmtief"), ist eine kleine Insel an der Westküste Norwegens, südlich von Ålesund, und ein wahres Paradies für Natur- und Vogelfreunde. Sie ist besonders bekannt für ihre riesigen Seevogelkolonien und spektakuläre Küstenlandschaften.
Papageitaucher (Puffins) – Die Insel ist berühmt für ihre Kolonie von Papageitauchern, die hier jedes Jahr im Sommer brüten. Ein Traum für Naturfotografen. Andere Vogelarten – Neben Puffins leben hier auch Basstölpel, Trottellummen, Dreizehenmöwen und viele weitere Seevögel. Vogelberg (Runde fuglefjellet) – Ein steiler Felsen, an dem Tausende Vögel ihre Nester haben – ein beeindruckendes Schauspiel.
Zum Nigardsbreen und übers Sognefjell zum Dovrefjell
Nigardsbreen ist einer der bekanntesten und am leichtesten zugänglichen Gletscher Norwegens. Er gehört zum Jostedalsbreen, dem größten Festlandsgletscher Europas, und beeindruckt mit seinem tiefblauen Eis und spektakulären Landschaften.
Teil des Jostedalsbreen: Nigardsbreen ist eine Gletscherzunge, die etwa 10 % der Gesamtfläche des Jostedalsbreen ausmacht
Dimensionen: Länge ca. 9,6 km, Fläche rund 45,9 km²
Sognefjell – Das Dach Norwegens
Der Sognefjell ist eine der spektakulärsten Hochgebirgsregionen Norwegens und zugleich die höchste Passstraße Nordeuropas.
Lage & Bedeutung
Ort: Zwischen Lom und Skjolden in der Provinz Innlandet/Vestland
Straße: Die Sognefjellsvegen (Rv55) führt über den Pass und erreicht Höhen von bis zu 1.434 m.
Verbindung: Sie verbindet das Gudbrandsdalen mit dem Sognefjord – eine dramatische Route zwischen Fjord und Fjell.
Landschaft & Natur
Gletscher: In der Nähe liegen die Gletscher des Jotunheimen-Gebirges, darunter der Smørstabbreen.
Berge: Umgeben von den höchsten Gipfeln Skandinaviens, wie dem Galdhøpiggen (2.469 m) und dem Glittertind (2.465 m).
Vegetation: Karge Hochgebirgslandschaft mit Schneefeldern bis in den Sommer, aber auch alpinen Blumen und Moosen.
Saison: Die Passstraße ist nur im Sommer geöffnet (meist Mai–Oktober).
Dovre Fjell
Dovrefjell – Norwegens Wildes Hochland
Das Dovrefjell ist eine markante Hochgebirgsregion in Mittelnorwegen, bekannt für ihre wilde Natur, seltene Tierarten und historische Bedeutung.
Lage & Geografie
Ort: Zwischen den Regionen Innlandet und Trøndelag
Nationalpark: Das Gebiet gehört zum Dovrefjell-Sunndalsfjella Nationalpark, der 2002 gegründet wurde.
Höhe: Gipfel bis über 2.200 m, darunter der berühmte Snøhetta (2.286 m).
Tierwelt
Moschusochsen: Einzigartig in Norwegen – sie wurden in den 1930er Jahren aus Grönland eingeführt und leben heute frei im Dovrefjell.
Rentiere: Wildlebende Bestände ziehen durch die Hochebenen.
Vögel: Seltene Arten wie Steinadler und Schneehühner sind hier zu beobachten.
Kultur & Geschichte
Mythologie: Dovrefjell gilt als „Tor zum Norden“ und spielt eine Rolle in norwegischen Sagen und Volksliedern.
Historische Route: Die alte Königsstraße (Kongevegen) führte über das Dovrefjell und verband Oslo mit Trondheim.
Aktivitäten & Fotografie
Wanderungen: Von einfachen Touren bis zu anspruchsvollen Gipfelbesteigungen.
Moschusochsen-Safari: Geführte Touren bieten die Möglichkeit, diese urtümlichen Tiere sicher zu fotografieren.
Über den Polarkreis
Der Polarkreis in Norwegen verläuft bei etwa 66° 33′ nördlicher Breite durch die Provinz Nordland. Er markiert die Grenze, ab der man die Mitternachtssonne im Sommer und die Polarnacht im Winter erleben kann – ein magischer Punkt für Reisende und Fotografen.
Definition: Der Polarkreis ist ein imaginärer Breitenkreis auf 66° 33′ N (Nord) und 66° 33′ S (Süd).
Besonderheit: Nördlich des Polarkreises geht die Sonne im Sommer nicht unter (Mitternachtssonne) und im Winter nicht auf (Polarnacht).
Bewegung: Der Polarkreis ist keine feste Linie – er verschiebt sich aufgrund der Erdachsenneigung
Lage in Norwegen
Der nördliche Polarkreis durchquert Norwegen südlich von Bodø, in der Provinz Nordland.
Ein markanter Punkt ist das Polarkreiszentrum (Polarsirkelsenteret) an der E6 im Saltfjellet-Svartisen Nationalpark, rund 680 m über dem Meer.
Auf der Insel Vikingen steht ein Polarkreis-Globus, den man bei einer Hurtigruten-Reise sehen kann.
Erlebnisse am Polarkreis
Mitternachtssonne: Von Mitte Mai bis Mitte Juli bleibt die Sonne über dem Horizont.
Polarnacht: Von Dezember bis Januar herrscht Dunkelheit, nur durch Nordlichter und Dämmerung unterbrochen.
Naturfotografie: Dramatische Lichtverhältnisse, spektakuläre Fjell- und Küstenlandschaften – perfekt für kreative Aufnahmen.
Polarkreiszentrum: Souvenirs, Cafeteria und die Möglichkeit, eine Urkunde mit Polarkreis-Stempel zu erhalten
Lofoten
Wir haben das Dovrefjell verlassen und sind, vorbei am Formofossen weiter Richtung Norden gefahren. In Skutvik nehmen wir die Fähre nach Svolvär auf den Lofoten.
Die Lofoten sind eine spektakuläre Inselgruppe in Nordnorwegen, bekannt für ihre dramatischen Berge, tiefen Fjorde und malerischen Fischerdörfer. Sie liegen über dem Polarkreis und bieten einzigartige Naturschauspiele wie Mitternachtssonne im Sommer und Nordlichter im Winter.
Die Inselgruppe besteht aus rund 80 Inseln, darunter Austvågøya, Vestvågøya, Flakstadøy und Moskenesøy. Besonders berühmt sind Orte wie Reine, das oft als eines der schönsten Fischerdörfer der Welt bezeichnet wird, sowie Henningsvær, das für seinen spektakulär gelegenen Fußballplatz bekannt ist. Für Naturfotografen sind die Lofoten ein Traumziel: schroffe Gipfel, weiße Strände wie Kvalvika und die Möglichkeit, Polarlichter über dramatischen Landschaften einzufangen.
Hatten wir zu Beginn unseres Besuches Traumwetter, hat sich dies im Laufe der Zeit verschlechtert, Sturm zog auf und dem ist auch unsere geplante Walsafari zum Opfer gefallen.
In der Arktis
Narvik haben wir gerade passiert und nehmen jetzt über Alta Kurs auf Tromsö. Von dort geht es dann weiter an unser Ziel, das Nordkapp.
Die Strecke von Narvik zum Nordkapp ist eine der eindrucksvollsten Etappen einer Norwegenreise – ein echtes Abenteuer durch die Arktis.
Distanz: ca. 700 km (je nach Route)
Fahrzeit: etwa 10–12 Stunden reine Fahrtzeit, ohne Stopps
Straßen: Hauptsächlich die E6, die wichtigste Nord-Süd-Verbindung Norwegens
Landschaft: Fjorde, Berge, Tundra und schließlich die karge Küste der Finnmark
Tromsø – „Tor zur Arktis“, bekannt für Nordlichter, Eismeerkathedrale und lebendige Kultur.
Alta – mit Felszeichnungen (UNESCO-Welterbe) und als Ausgangspunkt für Hundeschlitten-Touren.
Hammerfest – gilt als eine der nördlichsten Städte der Welt.
Am Ziel: Das Nordkapp
Das Nordkapp ist einer der spektakulärsten Orte Europas – eine 307 Meter hohe Klippe über dem Arktischen Ozean, markiert durch die ikonische Weltkugel-Skulptur. Es gilt als symbolisches „Ende der Welt“ und zieht jährlich hunderttausende Besucher an.
Das Nordkapp liegt auf der Insel Magerøya in Nordnorwegen, etwa 514 km nördlich des Polarkreises und rund 2.100 km südlich des Nordpols. Von hier aus blickt man über das endlose Meer, zwischen Norwegen und Spitzbergen. Im Sommer erlebt man die Mitternachtssonne, im Winter die Polarnacht – beide mit einzigartigen Lichtstimmungen, die Fotografen und Reisende gleichermaßen faszinieren.
Neben der berühmten Plattform mit dem Globus gibt es die Nordkaphalle, ein Besucherzentrum mit Ausstellungen, Panoramakino und Restaurant. In der Umgebung locken Naturerlebnisse wie die Vogelfelsen von Gjesværstappan, wo Papageientaucher und andere Seevögel brüten
Das Nordkappzentrum (Nordkaphalle) ist das Besucherzentrum am berühmten Nordkapp in Nordnorwegen. Es liegt direkt auf dem Plateau der 307 Meter hohen Klippe über dem Arktischen Ozean und ergänzt die ikonische Weltkugel-Skulptur mit einer modernen Infrastruktur.
Panoramakino: Filme über die Natur, Jahreszeiten und Geschichte des Nordkapps.
Ausstellungen: Kultur, Natur und die Bedeutung des Nordkapps als „Ende der Welt“.
Restaurant & Café: Mit Blick auf das Meer – perfekt für eine Pause nach der langen Fahrt.
Souvenirshop: Zertifikate, Stempel und typische Andenken.
Nordkaphalle: Ein unterirdischer Bereich mit Gedenkstätten und Kunstinstallationen.





























































































































































































